Gerade in den trüben Wintermonaten ist die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer groß und man freut sich auf den kommenden Sommerurlaub. Damit es bei diesem "Reisefieber" im positiven Sinne bleibt, sollte man sich vor Reiseantritt ausreichend über eventuelle Impfvorschriften zu informieren und am Urlaubsort, gerade, wenn es sich um ein tropisches oder subtropisches Reiseziel handelt, bestimmte Vorsichtsmaßregeln beachten.
Grundsätzlich kann man hygienische Standards, die man aus Deutschland gewohnt ist, nicht ohne weiteres auf fremde Länder übertragen. Zudem existieren in tropischen, aber auch weniger exotischen Ländern Erreger, die der Körper in Deutschland nicht gewohnt ist und gegen die er daher auch keine Immunität aufbauen kann. Dies führt zu der häufigen Beobachtung, dass Touristen nicht ungestraft das gleiche essen können wie Einheimische. Aber man kann sich durch Beachtung einiger Regeln wirkungsvoll schützen und so Krankheiten während des Urlaubs weitestgehend verhindern.
In Österreich, einigen Balkanstaaten und Süddeutschland sind Sicherheitsmaßnahmen vor allem im Hinblick auf Zeckenbisse wichtig. Zecken übertragen die Borelliose. Borellien sind Bakterien, die weltweit in Zecken verbreitet sind. Eine Borelliose kann durch Antibiotika sehr gut behandelt werden. Weitaus gefährlicher sind die FSME-Viren, die lediglich in den genannten Gebieten gefunden werden. Die FSME-Viren sind Erreger der lebensgefährlichen Frühsommer-Hirnhautentzündung. Eine prophylaktische Impfung existiert. Trotzdem sollten, nicht zuletzt wegen der Borellien, vorbeugende Verhaltensmaßregeln eingehalten werden. Bei Waldspaziergängen sollten möglichst lange Hosen getragen und dichtes Gebüsch gemieden werden. Nach Wanderungen und Spaziergängen sollten vor allem Kinder auf Zecken abgesucht werden. Findet man eine Zecke, so sollte nicht versucht werden, sie mit Hausmitteln (Klebstoff, Öl, etc.)zu entfernen, da hierbei meist die Beißwerkzeuge des Insekts im Körper verbleiben. Einer Entfernung durch den Arzt mit einer Zeckenpinzette ist der Vorzug zu geben. Die Bissstelle sollte inspiziert werden. Im Falle einer Borelliose bildet sich eine Rötung, die größer wird und in der Mitte blasser wird. In diesem Fall sollte unbedingt noch mal ein Arzt aufgesucht werden.
Man sollte im Ausland eher einmal zu oft als einmal zu wenig zum Arzt gehen, da selbst hinter harmlosen Symptomen ernstzunehmende Erkrankungen stecken können. Dabei gilt, dass ein Durchfall, der eine Woche anhält und sich nicht bessert sowie hohes Fieber immer Anlass zu einem Arztbesuch geben sollten. Erhöhte Aufmerksamkeit empfiehlt sich auch in den ersten Wochen nach der Rückkehr, da einige Erkrankungen erst nach einer längeren Inkubationszeit zu Symptomen führen. Dem Arzt ist dabei immer von der Auslandsreise zu berichten, damit er bei seiner Diagnosestellung auch im Ausland erworbene Erkrankungen in Betracht zieht.